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Biedermeier (~1815-1850)

Kulturdorf Ilow / Gutshof Ilow

Gutsensemble (nahe Wismar/ Ostsee) mit Lindenallee, Gutshaus (1840), Hofgebäude (1870), Park und Slawenburgwall (bis Ende 12. Jh.), Klanghaus, moderne Holzbauten, verkehrsgünstig in ruhiger, reizvoller Hügellandschaft

Schloss Lütgenhof

Lütgenhof wird erstmals 600 als als Lehnsgut Lütgenhaue in den Büchern erwähnt. In den Lehnsakten von 1744 wird der Eigentümer Clawes Parkentin Graf zu Lütgenhaue erstmals erwähnt. Im Jahr 1746 ist der Justizrat Graf Adolf Gottlieb von Eyben als neuer Besitzer genannt. Im Jahre 1816 erwarben die Edlen Herren von Paepcke das Lehnsgut Lütgenhof.1838 baute Christian Moritz von Paepcke ein Herrenhaus mit Parkanlagen.Von 1887 bis 1890 wurde Lütgenhof zu einer impo- santen Schlossanlage umgebaut.In dieser Zeit entstanden der Nordflügel und der Wintergarten.Nach der Enteignung der Familie von Paepcke nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Herrenhaus bis 1947 als Kinderheim und Flüchtlings-unterkunft genutzt. Nach 1947 war hier eine Fachschule für Landwirtschaft mit einem Mädchen- und Jungenpensionat untergebracht. Ab 1957 bis ca. 1990 waren im Schloss Einheiten der DDR Grenztruppen untergebracht.1992 erwarb die Jägermeister AG das Gebäude 1992 und renovierte es aufwendig bis zur Eröffnung 1999. Heute beherbergt das Gebäude ein Hotel mit 23 Zimmern und 2 Restaurants. Im Jahr 2000 erwarb die Familie Stinnes das Anwesen und führt es bis als Familienbetrieb.

Schloß Kittendorf

Schloß Kittendorf wurde 1848-1853 erbaut, von Hans Friedrich von Oertzen, Kammerherr des Großherzogs von Mecklenburg/Schwerin. Es wurde nach Plänen des berühmten Schinkelschülers Friedrich Hitzig als Pendant zu dem nur wenige Jahre zuvor fertiggestellten Schloss Babelsberg (Potsdam) im Baustil der Tudorgotik nach englischem Vorbild errichtet. Der hier seinerzeit residierende Kammerherr von Oertzen war ein wichtiger und angesehener Politiker im damaligen Herzogtum Mecklenburg/Schwerin. Der Großherzog soll hier oft eingekehrt sein, um mit seinem Kammerherrn die Tagespolitik des Landes abzusprechen. Beide waren leidenschaftliche Jäger, so dass hier das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden werden konnte.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde auch Familie von Oertzen enteignet und so begann eine wechselvolle Zeit für Schloß Kittendorf. Die längste Zeit wurde es als Internat einer Berufsschule genutzt, bis es Ende der 80er Jahre zum Parteischulungszentrum ausgebaut werden sollte. Doch die Arbeiten an dem bereits verwahrlosten Gebäude blieben in der Wendezeit stecken und so verfiel Schloß Kittendorf mehr und mehr.

In diesem traurigen Zustand hat der Berliner Unternehmer Johann Trettler Schloß Kittendorf 1992 entdeckt, es erworben und nach Originalunterlagen des Denkmalschutzes liebevoll rekonstruiert. Obwohl sämtliches Interieur nicht mehr vorhanden war, ist es gelungen, Möbel aus ganz Europa im Stil der Zeit zusammenzutragen, um dem Schloß seinen ursprünglichen Charakter wiederzugeben. So konnte Schloß Kittendorf 1995 als Hotel endlich auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Als Geheimtipp gilt die Besichtigung der historischen Bibliothek, der Orangerie, sowie der Kronleuchter­­sammlung in den Sälen und Zimmern.

Hier wurden übrigens Filme gedreht wie die ZDF Produktion „Sommerwellen“ oder der Peugeot Werbespot „Club der Nichtraucher“.

Waldgut Rosenhagen

Das Anwesen umfaßt in der Nähe des Hauses über 10 Hektar mit Garten, Park,See, Teich, Wald und Wiesen. Es bietet u.a. vier Gästewohnungen imObergeschoß des Haupthauses.

Zur Geschichte:

„Besiedelt wohl seit der mittleren Steinzeit wurde (erstmals erwähnt) dasGut Rosenhagen 1224 als eines von vier Hagendörfern in einer Urkunde derKirche Satow zugeordnet, im 30-jährigen Krieg ausgestorben, umgesiedelt.1802 erworben durch den dänischen Kammerjunker Cord Peter von Restorff wurde1836 das jetzige Gutshaus fertiggestellt und bis 1945 durchgehend bewohnt.Danach diente es der Einquartierung, Beherbergung von Flüchtlingen sowie alsKonsumladen, Dorfgemeinschaftshaus, Gemeindeverwaltung, Mehrfamilienhaus,Bushaltestelle. Die letzte Bewohnerin verhinderte 1988 die Sprengung durchihre Weigerung woanders hinzuziehen und rettete so das Gebäude vor derZerstörung. Ab 1994 wurde mit großem Aufwand unter Förderung durch das Land,der Denkmalpflege und der Dorferneuerung im alten Stil saniert. Alsklassizistisches Gutshaus steht es auf der oberen Denkmalliste. Inzwischenist auch das Umfeld würdig angepasst und neben der Anlage eines großenRosengartens mit Kräutern, Lavendel und Jasmin entwickeln sich Strukturenfür einen Landschaftspark, der behutsam in die Zukunft wachsen soll.“

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