X
MV Filmförderung.
zurück zum Seitenanfang

Romanik (~1020-1250)

Kirchenruine Dambeck

Die verwunschen anmutende, denkmalgeschützte Kirchenruine (Feldstein) aus dem 12.-13. Jahrhundert liegt in einem durch eine Feldsteinmauer begegrenzten ehemaligen Friedhof mit vielen Bäumen und Sträuchern.

2019 wird der Chorraum überdacht mit einem Spitzdach aus dunklen Tonziegeln. Die Ruine soll ansonsten so erhalten werden, wie sie ist.

Sie liegt direkt am Dambecker See. In der Nähe (200 m) befindet sich eine Badestelle mit Steg und einer angrenzenden gemähten Wiese mit einem kleineren Zugang zum Wasser.

künstliche Ruine (Grotte) Ludwigslust

Die künstliche Ruine wurde 1788 nach Plänen des Hofbaumeisters Johann Joachim Busch aus Raseneisenstein errichteten. Der poröse Stein unterstreicht dabei den zerfallenen Charakter des Gebäudes. Ganz bewusst hat Busch das Bauwerk im Stil einer mittelalterlichen Burgruine errichtet, um diesem Teil des Parks eine sentimentale Note zu verleihen. Für die Hofgesellschaft war die Grotte ein Ort der inneren Einkehr, denn angesichts der verfallenen Architektur wurde man an die Vergänglichkeit alles irdischen Seins erinnert. Als Eiskeller und später für die Aufzucht von Champignons hatte die Grotte aber auch ganz praktische Zwecke zu erfüllen. Darüber hinaus diente sie bei zahlreichen Festen als romantische Kulisse

Kirche Klütz

Der älteste Teil dieser dreischiffigen Hallenkirche – der Chorraum – stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und zeigt noch deutlich romanische Einflüsse. Zeuge dieser Zeit ist auch der schöne Taufstein aus Granit. Das Langhaus wurde später im Übergang von der Romanik zur Gotik erbaut. Der quadratische Turm wurde als letzter Bauteil erst im 14. Jahrhundert angefügt und diente in früherer Zeit als Seezeichen.

Landhaus Schloss Kölzow

Der Ursprung der Anlage liegt um das Jahr 1180. Vorfahren der Familie von der Lühe kamen im Gefolge von Heinrich dem Löwen aus Niedersachsen. Sie hatten als „Lokatoren“ den Auftrag, Bauern aus dem heutigen Niedersachsen und Westfalen hier anzusiedeln. Zeugnis erster Ansiedlung sind die Reste einer Wehrturmanlage im sumpfigen Gelände des Parks.

Eine frühe Aufgabe der Siedler war der Bau der Kirche. Sie liegt, umgeben von uralten Eichen, auf einer kleinen Anhöhe gegenüber dem Schloss. Der romanische Teil der Kirche, der heutige Chor-raum, wurde 1233 geweiht. Freskenmalereien aus der Bauzeit bieten ein beeindruckendes Bild von der Vorstellungswelt der Menschen jener Zeit.

Das erste Gutshaus lag in unmittelbarer Nähe des Wehrturmes. 1768 ging Kölzow aus dem Besitz der Familie v. der Lühe. Mehrere Besitzer wechselten sich ab, bis das Gut 1805 von der Familie von Prollius erworben wurde. Diese baute um 1840 ein neues Haus am heutigen Standort. 1925 kaufte Prinz Friedrich Sigismund von Preußen Haus und Gut als Sommerresidenz. Seine Familie behielt es bis 1945.

Nach 1945 diente das Haus als Unterkunft für Flüchtlinge und Aussiedler aus den Ostgebieten. Bis zu 17 Familien fanden hier Unterkunft, außerdem der “KONSUM“– Laden und der Kindergarten. Das Haus wurde veränderter Nutzung angepasst und umgebaut.

Zur Zeit der Wende lebte die Familie von der Lühe in Asien. Es war klar, dass sie jetzt nach Meck-lenburg zurückkehren würde. Sie übernahm 1997, inspiriert von einer guten Diplomarbeit zweier Studenten für die Sanierung, das völlig verfallene Anwesen, sanierten und öffneten das Haus im Frühjahr 2004 für erste Gäste.

Bei der Sanierung wurde besonderer Wert darauf gelegt das Haus in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen und nicht in eine „Bettenburg mit Schlossfassade“. Historisch interessante Originalportraits der Besitzerfamilie aus vergangenen Jahrhunderten unterstreichen die Authentizität des Hauses. Der sorgfältig sanierte 8 Hektar große denkmalgeschützte Land-schaftspark ergänzt das Ensemble zu einer typisch mecklenburgischen Gutsanlage.

Im September 2009 erhielt die Familie, in Anerkennung der Verdienste um den Erhalt kulturellen Erbes, die Denkmalplakette des Landes vom Kultusminister.

Franziskanerkloster und St. Johannis Klosterkirche

Das Franziskanerkloster in Neubrandenburg bestand von 13. Jahrhundert bis zur Einführung der Reformation in Mecklenburg. Es zählt wegen seiner noch erhaltenen historischen Bausubstanz zu den bedeutendsten Baudenkmalen in Mecklenburg-Vorpommern. Am besten erhalten sind das Refektorium und die ehemalige Klosterkirche St. Johannis.Unmittelbar nach der Stadtgründung 1248 hat sich der Franziskaner-Orden in Neubrandenburg niedergelassen. Die Ordensregeln verpflichteten die Mönche zur strengen Armut. Sie sahen ihre Aufgaben in der Predigt sowie Kranken- und Armenpflege. Für die Absicherung ihres Lebensunterhaltes waren sie auf Almosen angewiesen. Aus diesem Grund wurden sie auch Bettelmönche genannt. Sie trugen ein braunes Gewand mit spitzer Kapuze und weißem Leibstrick. Dem klösterlichen Leben entsprechend wurde eine abgeschlossene Vierflügelanlage am nördlichen Stadtrand erbaut.Als südlicher Flügel entstand um 1250 die Johanniskirche als schlichte Feldsteinkirche, von der nur noch Teile der Nordwand erhalten sind. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde an der gegenüberliegenden Seite ein zusätzliches Kirchenschiff (das jetzige Hauptschiff) angebaut. An der Ostseite der Kirche wurde im 15. Jahrhundert für die Mönche ein etwa 20 Meter langer Chorraum angefügt, der nach der Reformation eine andere Nutzung erhielt und im 19. Jahrhundert, bedingt durch seinen desolaten Zustand und erforderliche Straßenverbreiterung, einstürzte bzw. abgerissen wurde. Ursprünglich reichte der Chorraum etwa bis zur Mitte der heutigen Stargarder Straße. Im Ostflügel des Franziskanerklosters befand sich das Dormitorium (Schlafraum) und im Nordflügel das Refektorium (Küche und Speisesaal) der Mönche. Im Westflügel waren die Konversen (Laienbrüder) untergebracht. Das Refektorium ist der heute am besten erhaltene Bereich des Klosters. Der Ostflügel wurde nach einem Brand Anfang des 17. Jahrhunderts nicht wieder aufgebaut. Das Franziskanerkloster mit der Johanniskirche zählt zum eindrucksvollen mittelalterlichen Architekturbestand im Stadtzentrum von Neubrandenburg. Deshalb und auf Grund seiner bedeutsamen Geschichte sowie wegen der günstigen Lage des Klosters ist die Unterbringung des städtischen Museums im ehemaligen Refektorium und dem neu zu schaffenden Ostflügel geplant. Durch diese Nutzung wird das Bauwerk einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

© 2021 · MV Filmförderung GmbH