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Romanik (~1020-1250)

künstliche Ruine (Grotte) Ludwigslust

Die künstliche Ruine wurde 1788 nach Plänen des Hofbaumeisters Johann Joachim Busch aus Raseneisenstein errichteten. Der poröse Stein unterstreicht dabei den zerfallenen Charakter des Gebäudes. Ganz bewusst hat Busch das Bauwerk im Stil einer mittelalterlichen Burgruine errichtet, um diesem Teil des Parks eine sentimentale Note zu verleihen. Für die Hofgesellschaft war die Grotte ein Ort der inneren Einkehr, denn angesichts der verfallenen Architektur wurde man an die Vergänglichkeit alles irdischen Seins erinnert. Als Eiskeller und später für die Aufzucht von Champignons hatte die Grotte aber auch ganz praktische Zwecke zu erfüllen. Darüber hinaus diente sie bei zahlreichen Festen als romantische Kulisse

Kirche Klütz

Der älteste Teil dieser dreischiffigen Hallenkirche – der Chorraum – stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und zeigt noch deutlich romanische Einflüsse. Zeuge dieser Zeit ist auch der schöne Taufstein aus Granit. Das Langhaus wurde später im Übergang von der Romanik zur Gotik erbaut. Der quadratische Turm wurde als letzter Bauteil erst im 14. Jahrhundert angefügt und diente in früherer Zeit als Seezeichen.

Landhaus Schloss Kölzow

Der Ursprung der Anlage liegt um das Jahr 1180. Vorfahren der Familie von der Lühe kamen im Gefolge von Heinrich dem Löwen aus Niedersachsen. Sie hatten als „Lokatoren“ den Auftrag, Bauern aus dem heutigen Niedersachsen und Westfalen hier anzusiedeln. Zeugnis erster Ansiedlung sind die Reste einer Wehrturmanlage im sumpfigen Gelände des Parks.

Eine frühe Aufgabe der Siedler war der Bau der Kirche. Sie liegt, umgeben von uralten Eichen, auf einer kleinen Anhöhe gegenüber dem Schloss. Der romanische Teil der Kirche, der heutige Chor-raum, wurde 1233 geweiht. Freskenmalereien aus der Bauzeit bieten ein beeindruckendes Bild von der Vorstellungswelt der Menschen jener Zeit.

Das erste Gutshaus lag in unmittelbarer Nähe des Wehrturmes. 1768 ging Kölzow aus dem Besitz der Familie v. der Lühe. Mehrere Besitzer wechselten sich ab, bis das Gut 1805 von der Familie von Prollius erworben wurde. Diese baute um 1840 ein neues Haus am heutigen Standort. 1925 kaufte Prinz Friedrich Sigismund von Preußen Haus und Gut als Sommerresidenz. Seine Familie behielt es bis 1945.

Nach 1945 diente das Haus als Unterkunft für Flüchtlinge und Aussiedler aus den Ostgebieten. Bis zu 17 Familien fanden hier Unterkunft, außerdem der “KONSUM“– Laden und der Kindergarten. Das Haus wurde veränderter Nutzung angepasst und umgebaut.

Zur Zeit der Wende lebte die Familie von der Lühe in Asien. Es war klar, dass sie jetzt nach Meck-lenburg zurückkehren würde. Sie übernahm 1997, inspiriert von einer guten Diplomarbeit zweier Studenten für die Sanierung, das völlig verfallene Anwesen, sanierten und öffneten das Haus im Frühjahr 2004 für erste Gäste.

Bei der Sanierung wurde besonderer Wert darauf gelegt das Haus in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen und nicht in eine „Bettenburg mit Schlossfassade“. Historisch interessante Originalportraits der Besitzerfamilie aus vergangenen Jahrhunderten unterstreichen die Authentizität des Hauses. Der sorgfältig sanierte 8 Hektar große denkmalgeschützte Land-schaftspark ergänzt das Ensemble zu einer typisch mecklenburgischen Gutsanlage.

Im September 2009 erhielt die Familie, in Anerkennung der Verdienste um den Erhalt kulturellen Erbes, die Denkmalplakette des Landes vom Kultusminister.

Kirchenruine Dambeck

Die verwunschen anmutende, denkmalgeschützte Kirchenruine (Feldstein) aus dem 12.-13. Jahrhundert liegt in einem durch eine Feldsteinmauer begegrenzten ehemaligen Friedhof mit vielen Bäumen und Sträuchern.

2019 wird der Chorraum überdacht mit einem Spitzdach aus dunklen Tonziegeln. Die Ruine soll ansonsten so erhalten werden, wie sie ist.

Sie liegt direkt am Dambecker See. In der Nähe (200 m) befindet sich eine Badestelle mit Steg und einer angrenzenden gemähten Wiese mit einem kleineren Zugang zum Wasser.

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