Produktionsspiegel

Effigie – Das Gift und die Stadt

Spielfilm (11)

© Geek Frog Media/ Julia Arif
Genre: Spielfilm
Drehort(e): Behren-Lübchin, Bad Doberan, Belitz, Stavenhagen
Drehzeit: September 2018
Darsteller*innen: Suzan Anbeh, Elisa Thiemann, Christoph Gottschalch, Uwe Bohm, Marita Marschall, Peer Roggendorf, Roland Jankowsky, Mark Ottiker, Tim Ehlert, Eugen-Daniel Krössne

Kurzübersicht

In Bremen geboren und aufgewachsen, war Gesche Gottfried eine der ersten jemals identifizierten weiblichen Serienmörderinnen. Zwischen 1813 und 1827 ermordete sie 15 Menschen mit Mäusegift – darunter ihre beiden Eltern, ihre drei Kinder, den Zwillingsbruder, drei Ehemänner, Freunde und Nachbarn. Weitere 20 Opfer überlebten. 1831 wurde sie im Alter von 46 Jahren hingerichtet. Gesche Gottfrieds undurchschaubare Motive sorgen immer wieder für Faszination in der deutschen Populärkultur, wo Gottfried und ihre Verbrechen Theaterstücke, Gedichte, Graphic Novels, Punkrock-Bands und sogar eine Oper inspiriert haben. Effigie folgt einer bisher unerforschten Interpretation der Mörderin und der Gesellschaft, in der sie lebte. Der Gesellschaft, die Gottfrieds Verbrechen so lange ignorierte. Unsere Recherchen legen nahe, dass Gesche an einer Ego-State-Störung litt – und wahrscheinlich am Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Der Film versucht gleichwohl nicht, ihre Motive vollständig zu erklären, sondern stellt sie vielmehr als Mörderin dar, die keine Reue zeigt – fast wie eine weibliche Version von Hannibal Lecter.Ein weiteres zentrales Element ist Bremens Bourgeoisie, in deren Umgebung Gesche sich bewegte. Nach ihrer Verhaftung stellte sich heraus: viele Opfer hätten überleben können, wären Autopsien fachgerecht durchgeführt und Warnungen nicht zurückgewiesen worden. Neben den eigentlichen Mordfällen treiben Gier und politische Intrigen die Handlung von Effigie voran.

Credits

Autor:in: Antonia Roeller, Peer Meter, Udo Flohr Regie: Udo Flohr Regieassistenz: Max Gleschinski Kamera: Thomas Kist Ton: Tsvetelina Valkova Produzent:in: Udo Flohr, Patricia Ryan, Sven Patrick Jacobshagen Schnitt: Sven Pape Licht: Carlos Vasquez, Francisco MeCe Szenenbildner:in: Christina v. Ahlefeldt, Knut Splett-Henning Kostüm: Katja Pilgrim Musik: Nic Raine Maske: Hjørdis Supplieth, Sarah te Laak Produktionsleitung: Thomas Wüstemann Aufnahmeleitung: Federico Peduzzi


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