Das Vergabegremium der MV Filmförderung hat in seiner ersten Sitzung 2026 vier Kinofilme gefördert, die in diesem Jahr im Land realisiert werden sollen. Ferner wurde Förderung für vielversprechende Stoffe, für die Projektentwicklung und den Verleih vergeben.
„Die geförderten Projekte bringen große Produktionen nach MV. Jeder Euro Förderung führt zu einem Mehrfachen an Wertschöpfung im Land.“, sagt Olaf Jacobs, Geschäftsführer der MV Filmförderung.
Produktionsförderung für fünf Dorfgeschichten aus MV – vom Dokumentarfilm bis zu Außerirdischen
DER HUND BEISST (250.000 Euro, Eitelsonnenschein GmbH) ist eine berührende Komödie in der Regie von Edzard Onneken, in der sich alles um die Erbschaft einer reichen Dame dreht, die die Einwohner eines abgelegenen Vorpommerndorfes nutzen wollen, um die Probleme ihrer klammen Gemeinde zu lösen. Der Film mit Starbesetzung wird fast vollständig in Vorpommern gedreht.
ALIENS IN LEBIN-AUSBAU (250.000 Euro, Kleine Brüder GmbH)
Als in einem mecklenburgischen Dorf ein Raumschiff abstürzt, wird eine verpennt, zerstrittene Gemeinde plötzlich mit fünf Aliens konfrontiert und der Stillstand des Dorfes gerät endgültig außer Kontrolle.
Mit diesem Spielfilm kehren die Brüder Emil und Oskar Belton an den Ort in Mecklenburg-Vorpommern zurück, an dem sie früher ihre Sommerferien verbracht haben und erzählen die absurde Geschichte im Stile eines humorvollen Mockumentary, mit dem sie und ihr Team schon bei DIE DISCOUNTER eine große Fangemeinde gefunden haben.
In ihrem Spielfilmdebüt DIETERSTAN (250.000 Euro, Zeitsprung Pictures GmbH) erzählt die aus Afghanistan stammende Autorin und Regisseurin Rabeah Rahimi inspiriert von ihrer persönlichen Geschichte von der 13-jährigen Sara, die in einem Asylbewerberheim bei Friedland in MV lebt und versucht, diesem Ort mit Rap zu entkommen. Nach einem Beinahe-Unfall trifft sie den stillen Dieter. Verbunden durch Musik und Schicksalsschläge geben sie sich Halt und stellen sich gemeinsam gegen Hass und Vorurteile. Mehr als die Hälfte der Dreharbeiten werden in der Region realisiert.
LANDWIRTIN. DAS TÄGLICHE BROT (73.816 Euro, ExtraVista Film & TV)
Ein durchweg regionales Projekt ist der Dokumentarfilm der mecklenburger Filmemacherin Anne Andersen, der gemeinsam mit der ebenfalls in MV ansässigen Produktionsfirma ExtraVista Film & TV umgesetzt wird. Im Fokus steht der schwierige Alltag einer jungen Landwirtin in einem ökologischen Milchviehbetrieb in der Nähe von Schwerin. Als sie ein Kind bekommt, muss die ohnehin herausfordernde Organisation der Arbeit neu überdacht werden.
WIR SIND ALLES (14.000 Euro, Daniel Charigault) ist ein dokumentarischer Talent-Kurzfilm von Denise Behr über Schattin in Mecklenburg-Vorpommern und erzählt die Dorfgeschichte ausgehend von der Freiwilligen Feuerwehr als ein positives, teils humorvolles Porträt einer Gemeinschaft über Generationen.
Projektentwicklungsförderung
GLATZE UND KANAKE (14.146 Euro, Populärfilm Media GmbH) erzählt von der Freundschaft zwischen einem türkischen Jugendlichen und einem deutschen Skinhead in den 90er Jahren. Der Film folgt ihrem Weg bis heute und verbindet ihre Geschichte mit einem von jungen Rostockern entwickelten Hip-Hop-Projekt über Freundschaft, Gewalt, Herkunft und Veränderung.
Neue Filmstoffe in Entwicklung – regionale Verankerung und Stoffvielfalt
In der Stoffentwicklung bleibt die Filmförderung ihrem Kurs treu, vor allem Talente aus dem Land auf dem Weg zu ihren ersten Projekten in der großen Form zu unterstützen.
