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MV Filmförderung.
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Format

Effigie – Das Gift und die Stadt

In Bremen geboren und aufgewachsen, war Gesche Gottfried eine der ersten jemals identifizierten weiblichen Serienmörderinnen. Zwischen 1813 und 1827 ermordete sie 15 Menschen mit Mäusegift – darunter ihre beiden Eltern, ihre drei Kinder, den Zwillingsbruder, drei Ehemänner, Freunde und Nachbarn. Weitere 20 Opfer überlebten. 1831 wurde sie im Alter von 46 Jahren hingerichtet. Gesche Gottfrieds undurchschaubare Motive sorgen immer wieder für Faszination in der deutschen Populärkultur, wo Gottfried und ihre Verbrechen Theaterstücke, Gedichte, Graphic Novels, Punkrock-Bands und sogar eine Oper inspiriert haben. Effigie folgt einer bisher unerforschten Interpretation der Mörderin und der Gesellschaft, in der sie lebte. Der Gesellschaft, die Gottfrieds Verbrechen so lange ignorierte. Unsere Recherchen legen nahe, dass Gesche an einer Ego-State-Störung litt – und wahrscheinlich am Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Der Film versucht gleichwohl nicht, ihre Motive vollständig zu erklären, sondern stellt sie vielmehr als Mörderin dar, die keine Reue zeigt – fast wie eine weibliche Version von Hannibal Lecter.Ein weiteres zentrales Element ist Bremens Bourgeoisie, in deren Umgebung Gesche sich bewegte. Nach ihrer Verhaftung stellte sich heraus: viele Opfer hätten überleben können, wären Autopsien fachgerecht durchgeführt und Warnungen nicht zurückgewiesen worden. Neben den eigentlichen Mordfällen treiben Gier und politische Intrigen die Handlung von Effigie voran.

ENDJÄHRIG

Deutschland, Mitte des 21. Jahrhunderts. Die medizinische Weiterentwicklung verbunden mit einer stetig niedrigen Geburtenrate haben zu einer starken Überalterung und Verarmung der Gesellschaft geführt. Als Ausweg aus der Krise wird die Verjüngung der Nation gepredigt. Das Bündnis Jungbrunnen Deutschland (BJD) hat die Macht übernommen: Alte Menschen geraten zunehmend unter existenziellen Druck, während sich die Jungen in einer scheinbaren Utopie wiederfinden. Als die sogenannte “Endjährigkeit” – die Zwangssterbehilfe bei Erreichen des 80. Lebensjahres – eingeführt wird, sind ein Vater und ein Sohn gezwungen, ihr zerrüttetes Verhältnis auf eine letzte Probe zu stellen.

DER USEDOM-KRIMI (XIV) – Entführt

Der erste Arbeitstag von Ellen Norgaard nach der Baby-Pause endet mit einer Katastrophe: Ihr einjähriger Sohn Jesper wird aus der Obhut seiner Tagesmutter entführt. Kommissar Rainer Witt und Ex-Staatsanwältin Karin Lossow  setzen alles in Bewegung, um das Kind zu finden. Ein Ermittlungsdetail bringt Karin auf die richtige Spur: Die Entführerin ist Patrizia, Ellens Mutter, die vor mehr als 30 Jahren spurlos verschwand. Karin und Patrizia waren in Jugendjahren enge Freundinnen. Da Karin Patrizia von damals gut kennt, arbeitet sie intensiv am Fall mit. Während Ellen zunehmend verzweifelt, versuchen die Ermittler herauszufinden, wo Patrizia mit dem Kind sein könnte. Im Zuge der Ermittlungen wird klar, dass sie erst kürzlich in der Psychiatrie war …

ELLA SCHÖN (8) – Familienbande

Jannis lässt eine Bombe platzen: Er hat in Griechenland eine Affäre begonnen, wird Vater und möchte nun eine Familie gründen. Ella, die sich in einer emotionalen Schockstarre befindet, flüchtet sich in ihr Kung-Fu-Training und nähert sich dabei Trainer Arndt Engler weiter an. Und auch Henni scheint Ärger mit ihrem Verflossenen zu haben: Sie wird von der Polizei in der völlig verwüsteten Wassersportschule ihres Ex-Freundes aufgegriffen. Doch Ella findet heraus, dass hinter dem Einbruch etwas ganz anderes steckt.

ELLA SCHÖN (7) – Land unter

Anwaltsanwärterin Ella wird zu ihrer eigenen Klientin: Eine Hiobsbotschaft reiht sich an die nächste und bringt Ellas Leben ins Wanken. Freund Jannis reist für mehrere Wochen nach Griechenland, Christinas Ex-Freund Nils quartiert sich in der Frauen-WG ein und Ella gerät mit dem Standkorbflechter Utz Börnfeldaneinander. Zu allem Übel schleicht sich angesichts der neuen Entwicklungen bei Ella ein Tick ein, den sie schon seit Kindertagen überwunden glaubte. Zwar gibt ihr das Kung-Fu-Training bei Arndt Engler Stabilität, doch die Situation eskaliert: Nach einem frustrierenden Abend, an dem zu viel Schnaps in der Dorfkneipe floss, sitzt Ella am nächsten Morgen verkatert bei der Polizei. Sie soll Utz Börnfeld umgehauen haben.

KREUZFAHRT INS GLÜCK – OSTSEE

Marc und Claudia Erding wollen zur großen Freude von Claudias Tochter Selina auf dem “Traumschiff” heiraten und anschließende Flitterwochen an der Ostsee verbringen. Überraschend taucht Tristan, der 18-jährige Sohn von Marc, am Hafen auf und bittet Hochzeitsplaner Tom um Hilfe. Denn das Vater-Sohn-Verhältnis ist gerade schwierig und könnte noch angespannter werden, wenn Marc erfährt, dass Tristan das Studium geschmissen hat. Als sich herausstellt, dass Tristan durch die bevorstehende Hochzeit eine Stiefschwester bekommt, ist er nicht gerade begeistert. Die ungewohnte Patchwork-Situation führt bei allen Beteiligten zu Reibungen. Während Tristan versucht, die Nähe zu seinem Vater wiederaufzubauen, möchte Selina, die mit Trisomie 21 geboren wurde, selbstständiger werden und plant ihren Umzug in eine betreute Wohngemeinschaft. Marc soll ihr dabei helfen, ihre Mutter zur Zustimmung zu überreden. Während Claudia ihre Tochter am liebsten vor allem beschützen würde und sie niemals loslassen will, wünscht sich Marc, dass sein Sohn erwachsen wird und Verantwortung für sein Handeln übernimmt. Janine Perlinger kann weder Hände noch Füße stillhalten: Sie springt gern und überall ein – auch wenn sie nicht darum gebeten wurde. Im Gegensatz zu seiner Janine wünscht sich Sascha Kudrjawzew, dass sie, zumindest auf der Hochzeitsreise ihr “Helfersyndrom” hintanstellt und die Zweisamkeit an erster Stelle steht. Als die Hoteldirektorin Hanna durch einen Fehler beim Beladen des Schiffes in Dekorationsnot kommt, bietet Janine selbstverständlich sofort ihre Hilfe an. Ihrem Verlobten schwindelt sie vor, sie ließe sich im Beautysalon verwöhnen. Nach der Hochzeit wollen die beiden ihre gemeinsame Zeit in einem romantischen Bed and Breakfast genießen. Allerdings müssen sie feststellen, dass es ein Problem mit ihrer Reservierung gab und nun kein Zimmer mehr frei ist. Als die hochschwangere Christine, Besitzerin des B&B, überraschend in die Wehen kommt, bietet sich Janine freiwillig an, für sie und ihren Mann einzuspringen und die Gäste zu versorgen. Sascha ist wenig begeistert von diesem Vorschlag, fügt sich aber dem Plan seiner Frau. Immer wieder kommt es zu Reibungen.

Die Wiedergänger

Das Projekt ist die Fortsetzung eines Abschiedsfestes, das ein Dutzend “unbrauchbarer” (erwerbsloser) Personen im thüringischen Hinterland bereits gefeiert hat, und zwar bis zum Schluß: dem kollektiven Freitod. Mit der Wiederbelebung des Aberglaubens an die Unruhe der Selbstmörderseelen soll nun eine Wiedergänger-Wanderung entlang der Ostseeküste initiiert werden.

ENDLICH RUHE!

In der Reihe ENDLICH RUHE setzen sich der Mecklenburger und der Vorpommer ein für das wichtigste gemeinsame Gut, das die Menschen in MV mit den Menschen, die von überall her anreisen, verbindet: DIE RUHE! Dabei zeigen die Mecklenburger und die Vorpommer ihre ungeahnten Fähigkeiten. Sie sind wandlungsfähig, weltoffen, warmherzig und machen keine großen Worte!

LIEVALLEEN

Rostock 1957: Die Eltern von Peter Wawerzinek und seiner Schwester Beate flüchten nach Westdeutschland und lassen beide Kinder allein zurück. Dort angekommen, erklären die Eltern ihre Kinder für tot. Peter kommt in die Obhut zweier Kinderheime, mit elf Jahren wird er adoptiert. Seine Schwester Beate wird als nicht entwicklungsfähig eingeschätzt und in eine Psychiatrie gesteckt. 15 Jahre vergehen, ehe Bruder und Schwester wieder zusammenkommen. Eine späte Suche nach der Mutter und der Kindheit beginnt.

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