Das Gremium der MV Filmförderung hat in seiner zweiten Sitzung 2026 Fördermittel in Höhe von rund 700.000 Euro vergeben. Insgesamt werden 11 Projekte in den Bereichen Produktion, Stoffentwicklung und Verleih gefördert.

»Die aktuelle Fördersitzung zeigt das ganze Spektrum von Projekten, die im Land realisiert werden. Die MV Filmförderung bleibt ihrem Fokus auf die Unterstützung von Talenten aus dem Land treu und unterstützt gleich mehrere Kurzfilmvorhaben«, sagt Olaf Jacobs, Geschäftsführer der MV Filmförderung und ergänzt: »Besonders hervorzuheben ist außerdem das Vorhaben »Zeit der Wunder«, mit dem Regisseur Andreas Kleinert eine der bemerkenswertesten Geschichten aus der Transformationszeit der Deutschen Einheit erzählt. Der Coup, wie mit dem letzten Beschluss der einzigen frei gewählten DDR Regierung die großen Nationalparks entstehen, prägt das Gesicht gerade von Mecklenburg-Vorpommern bis heute. Wir freuen uns sehr, dass diese Produktion der Constantin Film noch in diesem Jahr unter anderem bei uns im Land realisiert wird.«

Aufbrüche und wundersame Ereignisse: Spielfilme zur Produktion

Zeit der Wunder – Das Tafelsilber der deutschen Einheit (240.000 Euro, Constantin Film Produktion) Regisseur Andreas Kleinert erzählt darin von einer Gruppe Naturschützer:innen, die auf der letzten Sitzung des Ministerrates im September 1990 durchsetzt, dass fünf Prozent der DDR-Landesfläche – darunter die schönsten Landschaften Ostdeutschlands – in Nationalparks umgewandelt werden.

In 8. März (118.500 Euro, AP!NOR GmbH) flüchtet sich eine desillusionierte Professorin zunehmend in den Alkohol. Auf einer Studentendemonstration hält sie angeheitert die Rede ihres Lebens und wird plötzlich von allen umworben.

Schloss Gripsholm (180.000 Euro, Goldstoff Filme GmbH) ist ein Roadtrip im Hier und Jetzt: Die Regisseur:innen Charlotte Krafft und Mark Lorei verlegen den Tucholsky-Stoff in die Gegenwart und lassen Lydia und Kurti von Berlin über Rügen nach Schweden reisen bis zum Endziel: Schloss Gripsholm.

Geförderte Kurzfilme von MV-Talenten

In Mutter, Vater, Fisch (35.000 Euro, Christoph Büttner) geht der Animationskünstler Christoph Büttner der eigenen Familienbadewanne auf den Grund.

In Baby Killer (30.000 Euro, Flüsterfilm GbR) reist eine bisher ungeschlagene Amateurboxerin aus Mecklenburg-Vorpommern zu ihrem ersten überregionalen Turnier.

Seeing the Seams (13.585,71 Euro, Milla Mann) Im Zentrum steht L, eine Frau Ende zwanzig, deren Alltag sich zunehmend der Realität entkoppelt.

Liebesgeschichten, ostdeutsche Geschichten und Rückkehrergeschichten – starke Stoffe aus MV

Darüber hinaus erhalten Jede Nacht könnte die letzte sein (9.800 Euro) von Nina Rathke aus Plüschow, Nacktschnecken (20.000 Euro, Wunschkindfilm GbR) von Benjamin Kramme und Jennifer Sabel aus Schwerin, Der Untergang des verdammten Abendlandes (Von Anfang Anders Filmproduktion GbR) von Thomas Wüstemann und Weisse Nelken für Funktionäre von Dörte Franke und Marie Förster (20.000 Euro) eine Stoffentwicklungsförderung.

Nicht zuletzt geht eine Verleihförderung von 10.000 Euro an Garten der Hoffnung (Neue Visionen Filmverleih GmbH) von Dieter Schumann, der das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern eröffnet hat.

In der Geschäftsführersitzung der MV Filmförderung wurde außerdem Eine wahre Geschichte von Juliane Ebner (5.000 Euro) mit einer Stoffentwicklungsförderung bedacht. Ferner erhält die Soziale Bildung e.V. eine Förderung von 5.000 Euro für die Tage des Indigenen Films 2026.

Übersicht aller geförderten Projekte