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MV Filmförderung.
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Inga Behnsen

MV-gefördertes Historiendrama »KRUX« feiert Weltpremiere beim tiff in Kanada

Tony Vahls Debütfilm »KRUX« hat seine Weltpremiere unter großem Jubel auf dem Toronto International Film Festival gefeiert. Außerdem wurde der Film für den Wettbewerb des renommierten 74. San Sebastián International Film Festival (SSIFF) ausgewählt und feiert dort am Sonntag, den 19. September seine Europapremiere. Das kunstvolle Drama mit Jella Haase, Clemens Schick, Frida-Lovisa Hamann und Martin Wuttke führt in die verhängnisvollen letzten Tage des Zweiten Weltkriegs. 

»KRUX«wurde zu einem überwiegenden Teil in MV gedreht und in sämtlichen Produktionsphasen durch die MV Filmförderung unterstützt. Geschäftsführer Olaf Jacobs zeigt sich begeistert: »Bei KRUX handelt es sich um eine deutsch-polnische Koproduktion, deren Epizentrum in MV liegt. Das liegt nicht nur daran, dass »KRUX« in einem kleinen Dorf in Vorpommern spielt, vielmehr sind Tony Vahl und ihr Team auch auf vielfältige Weise mit der Region verbunden«, meint Jacobs und ergänzt: »Wir sind mächtig stolz darauf, dass eine MV-Produktion nun international derart für Furore sorgt.« 

Die aus MV stammende Regisseurin Vahl, die auch das Drehbuch verfasste, erforscht in »KRUX« die existenzielle Frage, was mit einer Gemeinschaft und dem Einzelnen geschieht, wenn ein jahrelang verinnerlichtes Weltbild plötzlich zusammenbricht. Wie verhält sich ein Mensch, der es gewohnt ist, dass ein totalitärer Staat jede Entscheidung vorgibt? In eindringlichen Bildern stellt Vahl die Frage, ob ein Leben außerhalb einer Volksgemeinschaft, die über allem steht, einen Wert haben kann.

In »KRUX« geht es um eine Dorfgemeinschaft, die ihrer dunkelsten Stunde entgegengeht. Während die Männer an der Front kämpfen, versuchen Greta, Anni und die verbliebenen Dorfbewohner einen Schein des Lebens aufrechtzuerhalten. Doch die Entdeckung unbekannter Leichen am Fluss markiert den Beginn des Zerfalls ihrer Welt. Als immer mehr Leichen auftauchen, weicht die Angst der Hysterie – bis ein erschreckender Befehl ergeht: Kein lebender Deutscher soll dem Feind in die Hände fallen. 

»KRUX« startet im Februar 2027 in den deutschen Kinos.

Länderförderungen starten mit ersten einheitlichen Merkblättern ins Jahr 2027

Länderförderungen starten mit ersten einheitlichen Merkblättern ins Jahr 2027

Ab 2027 gibt es vier länderübergreifende Merkblätter für geförderte Projekte im Bereich „Produktion Kinofilm“. Die neuen Dokumente kommen für Projekte zum Einsatz, deren erster Förderantrag auf Produktion im Bereich Kinofilm ab dem 01.01.2027 gestellt wird.

Die Merkblätter sind in Zusammenarbeit zwischen den Länderförderungen, der Filmförderungsanstalt (FFA) und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) entstanden. Sie werden von allen an einem Kino-Projekt beteiligten Länderförderungen sowie den beteiligten Prüfinstitutionen einheitlich verwendet. Für den Bereich Talentfilm gelten ergänzend die spezifischen Regelungen der jeweiligen Länderförderung. Soweit diese Merkblätter keine gesonderte Regelung enthalten, finden die Richtlinien/Merkblätter und Verträge der jeweiligen Länderförderungen Anwendung. Bis zum 31. Dezember 2026 gelten die bisherigen Merkblätter uneingeschränkt.

Vor dem Hintergrund der Förderer-Harmonisierung prüfen FFA und BKM in den kommenden Monaten, ob und wie die Merkblätter an die Bundesförderungen angepasst und weiterentwickelt werden können.

Folgende Merkblätter wurden erarbeitet und sind bereits jetzt einsehbar:

Große Rostock-Premiere von »SPAZIERGANG NACH SYRAKUS«

Kurz vor dem bundesweiten Kinostart am 20. August machte »SPAZIERGANG NACH SYRAKUS« noch einmal Halt für eine große Premiere in Rostock.

In drei ausverkauften Kinosälen sah das Publikum, wie Paul Gompitz (Charly Hübner) die DDR verlässt, um gegen alle Widerstände seine Reise nach Sizilien zu verwirklichen. Der Film erzählt jedoch nicht nur von der Reise selbst, dem Mut, den sie verlangt, sondern auch von den Konsequenzen, die mit jener von Gompitz als »Spaziergang« deklarierten Flucht einhergehen. Denn obwohl Gompitz fest davon ausgeht, in die DDR zurückzukehren, nimmt er in Kauf, seine große Liebe Anne womöglich nie wiederzusehen.

Entstanden ist ein einfühlsamer Film über den Drang nach Freiheit, der gleichzeitig von der Verantwortung erzählt, die Menschen füreinander tragen, wenn sie sich lieben. In sämtlichen Filmgesprächen wurde jedenfalls ausführlich darüber diskutiert, was es bedeutet, seinen Willen allen Umständen zum Trotz durchzusetzen.

v.l.n.r. Marco Voss (MV Filmförderung), Susanne Margraf (Pandora Verleih), Charly Hübner (auptdarsteller), Klaus Müller (ursprüngliche Hauptfigur), Olaf Jacobs (MV Filmförderung), Lars Jessen (Regisseur), Claudia Steffen (Pandora Film Produktion), Antje Naß (MV Filmförderung)

(Foto: Paul Herbig)

MV-geförderte Weltpremieren beim Filmfest München

Die 43. Ausgabe des Filmfest München ist in vollem Gang. Gleich zwei MV-geförderte Produktionen haben dort ihre Weltpremiere gefeiert: Der Spielfilm »SPAZIERGANG NACH SYRAKUS« von Lars Jessen und der Dokumentarfilm »HIDDENSEE« von Annekathrin Hendel. 

»Spaziergang nach Syrakus« von Regisseur Lars Jessen erzählt die tragikomische Geschichte von DDR-Bürger Paul Gompitz, der davon träumt, nach Italien zu reisen – und dafür einen waghalsigen Fluchtplan schmiedet, obwohl er eigentlich wieder in seine Heimat zurückkehren will. In den Hauptrollen sind Charly Hübner und Lina Beckmann zu sehen.

Ebenfalls in München uraufgeführt wurde der Dokumentarfilm »Hiddensee« von Regisseurin Annekatrin Hendel. Der Film zeichnet ein vielschichtiges Porträt der Ostseeinsel Hiddensee und verbindet historische Entwicklungen mit persönlichen Geschichten. In atmosphärischen Schwarz-Weiß-Bildern entsteht eine Reise durch ein ganzes Jahrhundert.

Das Filmfest München ist eins der renommiertesten Festivals in Deutschland. Beide Filme starten im August in den deutschen Kinos.

 

Foto Hiddensee: © Sophie Mahler/ Filmfest München

Foto Spaziergang nach Syrakus: © Kurt Krieger / Filmfest München

35. Filmkunstfest MV – 22 in MV gedrehte Filme im Festivalprogramm

Das größte Filmfestival des Landes findet zum 35. Mal in der Landeshauptstadt Schwerin statt. Vom 05. Mai bis zum 10. Mai laufen auf dem Filmkunstfest MV insgesamt 22 MV-Filme, davon sechs, die mit Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert wurden. Zudem vergeben die MV Filmförderung und MV Film Commission zum fünften Mal den Förderpreis „Gedreht in MV“ in Form einer Präsentationsförderung in Höhe von 5.000 Euro. Preispatin ist dieses Mal Loraine Blumenthal, die im letzten Jahr den Preis für ihren Film „Im Osten was Neues“ erhalten hatte.

Im Dokumentarfilmwettbewerb treten Kommunist von Lutz Pehnert und Garten der Hoffnung von Dieter Schumann an, dessen Film am 05. Mai um 20.30 Uhr im Filmpalast Capitol Schwerin auch das Festival eröffnen wird. Im Kurzfilmwettbewerb geht der MV-geförderte Film Trophäe von Benjamin Hujawa an den Start.

Weitere Highlights des Programms sind die MV-geförderten Filme „Der Schimmelreiter“ von Francis Meletzky sowie Sharbanoo Sadats Berlinale-Eröffnungsfilm „No Good Men“. Das gesamte Programm sowie Tickets für das Festival finden sich hier.

 

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