
Beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm hat der MV-geförderte Film »GARTEN DER HOFFNUNG« den film.land.sachsen-Preis für Filmkultur im ländlichen Raum gewonnen. Dieter Schumann porträtiert in seinem Dokumentarfilm einen Gemeinschaftsgarten in einer Schweriner Plattenbausiedlung, in dem Menschen aus verschiedenen Ländern und sozialen Schichten aufeinandertreffen.

Der film.land.sachsen-Preis ist einer von mehreren Partnerpreisen, die neben den Goldenen Tauben vergeben werden. Er wird in Kooperation mit dem Filmverband Sachsen e. V. verliehen, dessen Programm film.land.sachsen sich für Filmkultur im ländlichen Raum einsetzt. »GARTEN DER HOFFNUNG« lief bei DOK Leipzig in der neu geschaffenen Reihe »Fokus Ost«, in der mit »GUTEN ABEND, DU SCHÖNE« von Ina Borrmann und »DIE KLASSE VON 1990« von RP Kahl und Sonja Hilberger weitere von der MV Filmförderung unterstützte Produktionen zu sehen waren. Darüber hinaus war Juliane Ebners Film »STRAHLEN« im deutschen Wettbewerb vertreten.

Bild: Sophie Ataya bei der Award-Vergabe mit ihren Produzent:innen Marion Schmidt und Thomas Kaske | © DOK Leipzig 2026 / Sophie Mahler
Außerdem sicherte sich das von der MV Filmförderung unterstützte Projekt »WHO WE ARE« von Sophie Ataya auf dem DOK Co-Pro Market den No Nation Films Fellowship Award. Sophie Ataya spürt in diesem sehr persönlichen Projekt ihrer Familiengeschichte nach, die zwischen ostdeutscher und palästinensischer Identität oszilliert. Der Preis wird an herausragende Dokumentarfilmteams vergeben, die unter prekären und schwierigen Bedingungen arbeiten. Das sechsmonatige Fellowship unterstützt Filmschaffende mit einem maßgeschneiderten Mentoring- und Beratungsprogramm, das auf die Bedürfnisse des Filmteams zugeschnitten ist. Der DOK Co-Pro Market in Leipzig präsentiert internationale Projekte in Entwicklung und bringt Filmschaffende mit potenziellen Partnern für Koproduktion, Finanzierung und Vertrieb zusammen.
»Die DOK Woche Leipzig ist das wichtigste Festival für Dokumentarfilm. Dass vier geförderte Filme im Programm und ein Projekt auf dem Markt für Aufmerksamkeit gesorgt haben, ist ein großartiger Beweis dafür, dass Filmförderung Erzählungen möglich macht, die regional verwurzelt sind und überregional Beachtung finden«, bemerkt Olaf Jacobs, Geschäftsführer der MV Filmförderung, und ergänzt: »Spezifisch ostdeutsche Geschichten zu unterstützen, ist der MV Filmförderung seit ihrer Gründung ein zentrales Anliegen, umso mehr freut es uns, dass zwei sehr unterschiedliche ostdeutsche Perspektiven nun mit Preisen bedacht wurden.«
In eine ähnliche Kerbe stößt Kulturministerin Bettina Martin: »Diese Erfolge zeigen erneut, wie groß das Potenzial in Mecklenburg-Vorpommern ist«, so Martin. »Zwei der ausgezeichneten Filme sind mit Unterstützung der MV Filmförderung entstanden. Das wollen wir auch weiter entwickeln. Ich freue mich für die beiden ausgezeichneten Produktionen und bin sicher, dass das einen weiteren Schub für Produktionen aus Mecklenburg-Vorpommern geben wird.«
DOK Leipzig ist das älteste Dokumentarfilmfestival der Welt und in seiner Verbindung von Dokumentar- und Animationsfilm einzigartig.
Titelbild: Michael Kockot (Kameramann) und Jana Cisar (Produzentin) nehmen Preis für »GARTEN DER HOFFNUNG« entgegen | © DOK Leipzig 2026 | Rebecca Schöler

