Gleich drei MV-geförderte Produktionen feiern ihre Erst- und Uraufführung im Wettbewerb des diesjährigen Filmfestivals Max Ophüls Preis (22. bis 28. Januar 2024) in Saarbrücken. Als eines der wichtigsten Festivals für den jungen deutschsprachigen Film präsentiert es jährlich neue Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

MILCHZÄHNE im Spielfilmwettbewerb

Regie: Sophia Bösch
Buch: Sophia Bösch, Roman Gielke
Produktion: Weydemann Bros.

250.000 Euro Produktionsförderung durch die MV Filmförderung
Gedreht in und um Vellahn

Deutsche Erstaufführung (Weltpremiere auf dem International Film Festival Rotterdam 2024, Big Screen Competition)

Ein Dorf an einem Ort und zu einer Zeit nicht allzu fern von unserer. Als Tochter einer Außenseiterin ist Skalde (Mathilde Bundschuh) seit jeher darum bemüht, das Stigma, das auf ihrer Mutter Edith (Susanne Wolff) liegt, zu überwinden und von der Dorfgemeinschaft akzeptiert zu werden. Während ihr Wunsch dazuzugehören, Mutter und Tochter auseinander getrieben hat, ist Skalde zum Schützling des Dorfvorstehers Pesolt (Ulrich Matthes) und ein geachtetes Mitglied der Gemeinschaft geworden.
 Eines Tages findet sie ein fremdes Kind im Wald. Obwohl sie weiß, dass die Gemeinde keine Fremden duldet, nimmt Skalde das einsame Mädchen aus einem Impuls heraus mit nach Hause. Als das Dorf von dem Kind erfährt, drohen ihr schwerwiegende Konsequenzen, denn Skalde hat das Gesetz gebrochen. Um ihre Position zu behalten und das Kind zu schützen, schlägt sie der Gemeinschaft ein riskantes Geschäft vor.

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UNENDLICHER RAUM im Dokumentarfilmwettbewerb

Regie & Buch: Paul Raatz
Produktion: Von Anfang Anders Filmproduktion

62.500 Euro Produktionsförderung und 12.000 Euro Projektentwicklung durch die MV Filmförderung
Gedreht in Loitz

Uraufführung

Der demographische Wandel trifft die Vorpommersche Kleinstadt Loitz [lø:ts] mit voller Härte. Seit 1990 hat die einst florierende Gemeinde ein Drittel ihrer Bevölkerung verloren — bis 2030 wird es die Hälfte sein. Ein Zukunftsprojekt soll sich dem Stadtsterben nun in den Weg stellen. In dessen Zentrum stehen die Berliner:innen Annika und Rolando, die innerhalb eines Jahres einen Raum für Begegnungen schaffen sollen. Auch eine Gruppe Musikliebhaber:innen versucht, den Leerstand als Chance begreifend, ein Festival zu organisieren. Aber braucht es externe Impulse wie diese wirklich? Oder hat ein entscheidender Prozess von Begegnung und Selbstverwirklichung längst begonnen? UNENDLICHER RAUM erzählt von Menschen, die eine sterbende Stadt mit Leben füllen und bietet eine filmische Auseinandersetzung mit jener Entwicklung, die in vielen Orten Deutschlands und auf der ganzen Welt zu beobachten ist.

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DAMALS PLÖTZLICH JETZT im Wettbewerb Mittellanger Film

Regie & Buch: Mo Jäger, Melissa Isabell Jäger
Produktion: Jägerinnen

25.000 Euro Produktionsförderung und 5.000 Euro Stoffentwicklung durch die MV Filmförderung
Gedreht an der Mecklenburgische Seenplatte und am Stettiner Haff

Uraufführung

Pippa trifft auf einer Hochzeitsfeier ihre Ex-Freundin Jael wieder. Die Begegnung löst nicht nur Erinnerungen an das Ende ihrer Beziehung, sondern auch an das gemeinsam erlebte Trauma aus. Seit einem queerphoben Übergriff hat Pippa eine posttraumatische Belastungsstörung, die Leichtigkeit im Alltag schwer macht. Als Pippa eine Panikattacke bekommt, schafft ausgerechnet Jael es, sie zu beruhigen – und Pippa versteht, dass sie sich ihrer Angst endlich stellen muss.

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